Das Rattenproblem und Herr Reck, der Hürbi-Jäger
Auch die Ratten schienen sich prächtig zu vermehren, sehr zur
Freude von Herrn Ernst Reck. Mit offizieller Genehmigung der
Polizeidirektion machte er es sich ab 1966 zur Mission, die
Biester hobbymässig zu jagen und zu schiessen. Rund 650 Ratten
und 150 Tauben fielen seinem Talent jedes Jahr zum Opfer. Die
Gemeinden bezahlten ihm – hin und wieder – seine
Munition.
Ungefragte auswärtige Gäste
Auch Bürger aus anderen Gemeinden waren fasziniert vom Glanz
und Charme einiger Deponien. So reagierten einige Gemeinden,
worauf es allen nicht in der Gemeinde ansässigen Personen und
Firmen es untersagt sei, Ablagerungen vorzunehmen, wenn keine
Bewilligung vorliege. Einige bekamen eine Spezialbewilligung.
Drei Haushalte aus dem Horgenberg durften ihren Kehricht auf
der Deponie in Ennenda ablagern. Verschiedene Unternehmer
gelangten an den hochwohllöblichen Ennendaner Ge-meinderat und
ersuchten hochachtungsvoll um Entleerung des Schlammsaugwagen
oder um Depo-nierung ihres wenigen Materials. Einige Firmen
welche es heute noch gibt, ignorierten das Verbot Material zu
deponieren. Aber wirklich – wer liest denn schon so ein
Verbotsschild? Das angelieferte Material «verschwand»
irgendwie auf der Deponie. Sehr zur Verwirrung der
Gemeindeverwaltung, die auf ein offizielles Gesuch wartete,
welches nie ankam.